Bechtsgarten Meerschweinchen

US Teddy, Glatthaar und Rosetten


Boysgroup

©U.Becht

 

Noch immer besteht leider das hartnäckige Gerücht, man könne Meerschweinchenböcke nicht zusammenhalten. Das stimmt so nicht. Bewährt hat sich die Haltung von Jungs in Zweiergruppen.

Gut vertragen sich oft Böcke, die aus einem Wurf stammen oder früh Vergesellschaftet wurden.

Böckchen die zusammen aufgewachsen sind verstehen meist sehr gut, aber auch hier kommt es hier vor, dass es bei so einer Gemeinschaft in der Pubertät mit ca. 6 Monaten zu Rangkämpfen kommt.

Nicht immer können solche Gemeinschaften danach aufrecht erhalten werden, aber meist legen sich die Probleme von selbst wieder. Kommt es dennoch zu ständigen Reibereien und das Gehege ist wirklich bockgerecht, dann hilft hier mitunter die rechtzeitige Kastration der Böcke.

Sinnvoll ist es auch einen älteren Bock mit einem Jungbock zu vergesellschaften. Der junge Bock darf nicht älter als 8 Wochen sein, ideal ist ein Alter zwischen 6 - 8 Wochen. Der Junge ordnet sich dem Älteren automatisch unter.

Ich habe eine Gruppe mit 4 Böckchen, jeweils 2 Brüder im Alter von je 4 Jahren und 2 Jahren, außer kleinerer Rangeleien hat es da noch keinen Probleme gegeben.

Bei drei Tieren hab ich beobachtet: 3 ist einer zuviel. Das eine ältere Böckchen wurde von seinem Bruder regelrecht gemoppt, er bekam keine Chance mit dem Kleinen Kontakt aufzunehmen, er wurde aus der Gruppe ausgeschlossen, auch als ich den Kleinen heraus nahm, war der Frieden dahin.

Einen älteren Bock mit 2 Jungtieren hat bisher auch immer gut geklappt.

 
 

Oft werden Böcke kastriert, damit sie friedlicher im Umgang sind. Das kann helfen, wenn tatsächlich die Hormone der Grund für ein aggressives Verhalten sind.

Das Sozialverhalten von Meerschweinchenböckchen hat aber nur sehr wenig mit ihrer sexuellen Potenz und ihrem Hormonhaushalt zu tun.

Ob Böcke sich verstehen und friedlich zusammen leben, hängt zu einem sehr großem Teil von der Haltung ab. Ist das Gehege zu klein oder falsch eingerichtet, wird auch eine Kastration an dem Verhalten der Tiere kaum etwas ändern. Auch der Charakter eines Tieres spielt eine Rolle, es gibt einfach Machos, die sich mit anderen Böcken nicht vertragen.

Wenn zwei Böcke sich unkastriert nicht verstehen, wird die Kastration auch nichts daran ändern, wenn die altungsbedingungen nicht stimmen oder die Tiere einfach nicht zusammen passen!

Vor allem sollte eine Bockhaltung mit mehr als 2 Tieren, nicht von Anfängern versucht werden.

Sollte es doch einmal zu Streitigkeiten zwischen den Buben kommen, ist eine kurzzeitige Trennen, wo sie sich aber nochen sehen können sinnvoll, manchmal reicht da schon eine Stunde und sie sind froh wieder beieinander sein zu können.

 
 

Gehege für Jungs

Nach dem Motto: je größer desto besser. Mindestens einen Quatradmeter pro Tier sollte das Gehege schon haben,

größer ist natürlich besser.

Häuser sind oft ein Grund für Streitigkeiten bei Böckchen, entweder man hat dann 2 Häuser oder baut Etagen ein. Unter den Etagen fühlen sich die Tiere sicher, haben so mehr Platz und können sich gut ausweichen .

Mehrere Heuraufen, Futternäpfe und Trinkflaschen damit jeder Bock immer Zugang zu Futter und Wasser hat und mehrere Unterschlüpfe ( Korkhalbröhren und Zweigbrücken ), sollten grundsätzlich im Gehege vorhanden sein.

Man kann auch ältere Böckchen vergesellschaften, aber für Anfänger ist es nicht zu empfehlen.

Es sollten keine Weibchen im gleichen Raum untergebracht werden, denn es besteht das Risiko, dass es zu Rangkämpfen um die Weibchen kommt, auch wenn diese nicht direkt im Gehege sitzen.

 
 

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