Kastration   ©U.Becht  01.2012

Um unerwünschten Nachwuchs vorzubeugen ist eine Kastration bei 2 geschlechtlicher Haltung zwingend notwendig.

Auch um das evt. Territorialverhalten und Sexualverhalten geschlechtsreifer Böckchen in Grenzen zu halten ist es manchmal notwendig.

Siehe unter Haltung - Böckchenhaltung.

Vorab sei anzumerken, dass eine Kastration aus einem männlichen Tier kein Neutrum macht. Durch die Kastration werden die Tiere zwar etwas

gedämpfter im Verhalten, aber im Kopf spielt sich da ja auch noch etwas ab.  Viele denken wenn sie ein Böckchen kastrieren lassen, kann man

es zu einen anderen Bock setzen egal welches Alter die Tiere haben. Doch davor ist zu warnen, das geht fast immer nicht gut.

Eine Kastration ist bei beiderlei Geschlecht möglich, wobei es für das weibliche Tier ein viel größeres Risiko ist.

Die Kastration beim männlichen Meerschweinchen ist kein großer Eingriff, im Gegensatz zum Weibchen wird hier nur die Hodenhaut und

Unterhaut eröffnet und die Tierchen sind nach der Narkose auch recht schnell wieder auf den Beinchen.

Bei einem weiblichen Tier ist es jedoch ein größerer Eingriff, um die Eierstöcke zu entfernen muss ein Bauchschnitt gemacht werden.

Diese OP ist sehr risikoreich für das Tierchen. Fast jeder TA-(Tierarzt) wird auch davon abraten das weibliche Tier zu operieren, wenn nicht ein

anderer zwingender Grund vorliegt wie evt. Eierstockzysten.

Der Eingriff ist durch die aufwendige OP , beim weiblichen Tier wesentlich teurer als bei dem männlichen Tier.

 


Preise bei uns in der Region: Männlich 60,00 €, Weiblich 105.00 €.            

Eine Frühkastration ist schon ab der 2 Wochen möglich, wobei viele TÄ dies nicht gerne durchführen allein wegen dem hohen Narkoserisiko in diesem

frühen Alter. Dies ist wirklich nur im Tierschutz angebracht um das Inzuchtrisiko zu mindern.
 

Privatpersonen die gezielt ihre Tier aussuchen, sollten dies vermeiden, denn um das Böckchen in seiner Entwicklung nicht ungünstig zu

beeinflussen, sollte die Kastration erst nach der Hauptwachstumszeit, also ab ca.dem 6. Monat erfolgen.

Vor und nach der OP:

Ich gebe immer ca. 3 Tage vor dem Termin zusätzlich Vitamin C in Pulverform ins Trinkwasser.

Das Meerli muss und soll normal fressen, vor und nach der OP.

In die Transportbox 2 Handtücher oder kleine Tierdecken legen, eines zum Zudecken wenn der kleine Patient abgeholt wird. Es ist sehr wichtig

die Tiere nach der OP warm zu halten.

Keine Eintreu oder Stroh oder loses Heu in die Transportbox geben. Sollte man bei Tierarztbesuchen sowieso nicht reinlegen, lieber ein altes

Handtuch oder eine kleine Tierdecke - Ihr TA wird es Ihnen danken. ;O))

Zusätzlich in die Box evt. ein Stück Salatgurke, Paprika oder Möhre reinlegen und in eine leere Toilettenpapierrolle  etwas Heu reinstopfen

(damit es sich nicht verteilt). So hat das Tierchen nach der Prozedur gleich was zum knappern, bis es abgeholt wird.

Wichtig: Auch zu Hause das Tier noch solange warmhalten bis es wieder richtig auf den Beinchen ist. Der Käfig sollte für 2 Tage mit alten

Handtüchern oder auch Zeitung ausgelegt werden, damit keine Einstreu die Wunder verklebt.

Nach der OP kann man Traumeel Tabletten geben- täglich 1x1 / 7 Tage -  ins Trinkwasser, hilft bei evt. Schmerzen und bei der Wundheilung.

Wichtig noch: Ab und zu eine Blick auf die Wunde werfen, leider kommt es manchmals wegen einer Unverträglichkeit der Fäden zu einem

Abzeß. Dies kann noch bis zu 3 Monaten danach auftreten, bei einer Verdickung gleich zum TA.

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